Neuerdings sogar Fans aus den USA

Neuerdings sogar Fans aus den USA

Schramberg. Michael Herberger ist zufrieden. Knapp ein Jahr nach Eröffnung des Eisenbahnmuseums Schwarzwald als Teil des museums-touristischen Betriebs ErfinderZeiten in Schramberg haben rund 15 000 Besucher die Lokomotiven und Anlagen gesehen.

Damit kann Herberger zwar nicht an Stuttgarter Zeiten in der Königsbau-Passage anknüpfen, in denen nach seinen Worten bis zu 40 000 Besucher jährlich gezählt wurden, aber er sieht in Schramberg auch noch Steigerungspotenzial. Denn bislang ist erst eine seiner beiden Großanlagen im Maßstab 1:22,5 in Betrieb, die zweite noch im Bau. Diese soll aber bereits am ersten Adventswochenende 30. November/1. Dezember in Teilen in Betrieb gehen. So plant er bis dorthin zumindest eine von insgesamt fünf Ebenen so weit fertiggestellt zu haben, dass ein attraktiver Fahrbetrieb möglich wird.

Stück für Stück geht die Anlage diesem Ziel entgegen, wobei vor Ort, abgesehen von der Schienenführung, noch nicht so viel zu sehen ist. Vieles entsteht nämlich bei den Erbauern in ihrer Werkstatt zu Hause – und wird erst dann nach Schramberg gebracht, wenn es tatsächlich in die Anlage eingebaut wird – schon allein deshalb, weil es Herberger an Lagermöglichkeiten im Museumsbereich fehlt: 50 Häuser in diesem großen Maßstab benötigen einfach einiges an Fläche. Von daher ist er sich sicher, dass es mit der Eröffnung der Erweiterungsanlage in rund sechs Wochen klappt.

Die Entscheidung, mit der Spur II-Anlage nach Schramberg in die H.A.U. zu kommen, sei aus seiner Sicht richtig gewesen, sagt Herberger. Zwei Drittel der 25 000 Besucher würden eine Kombikarte für alle drei Museen erwerben. Durch die Ergänzung des Auto- und Uhrenmuseums durch eine Eisenbahn sei Schramberg jetzt auch für Tagestouristen interessant. "Ich habe schon mit mehreren Besuchern gesprochen, die extra wegen der Museen nach Schramberg gefahren sind", erzählt Herberger, darunter Gäste vom Bodensee und aus dem Südschwarzwald. Sie seien vor allem durch Prospekte auf die Fünftälerstadt aufmerksam geworden. Gäste hat das Eisenbahnmuseum einmal monatlich aber auch aus den Vereinigten Staaten: Ein Deutsch-Amerikaner, selbst Fan von Anlagen großer Spur, bezieht in seine 18-tägigen Eisenbahnreisen, die er seit Jahren nach Europa anbietet, jetzt auch das Eisenbahnmuseum Schwarzwald mit ein. Und da finden sich dann neben dem Miniaturwunderland in Hamburg, dem Spielzeugmuseum in Nürnberg, dem Glacier-Express auch die Spur-II-Modellausstellung in Schramberg.

 

Quelle: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schramberg-neuerdings-sogar-fans-aus-den-usa.88d1c764-a907-484e-b1ca-5761b8462463.html vom Schwarzwälder-Bote, 07.11.2013 17:37 Uhr